Trotz Sieg bleibt noch viel zu tun

Jürgen Edelmann
10. Juli 2026
Udo Richebächer
HSG Marburg III - HSG Großen-Buseck/Beuern II 23:36 (15:23)
Sieg auch im zweiten Vorbereitungsspiel der Männer II. Nach dem 29:23 bei der KSG Bieber gewann die Zwote auch das Testspiel bei der HSG Marburg III, die in der abgelaufenen Saison den Buseckern beim knappen 27:26-Sieg das Leben sehr schwer gemacht hatten. Zunächst spielten die Blauen konzentriert sowohl in Abwehr und Angriff. Die Defensive stand und das schnelle Umschaltspiel in die Offensive inklusive Tempogegenstöße funktionierten gut. Bereits nach 15 Minuten hatte Buseck einen beruhigenden 5:12-Vorsprung herausgespielt. Auch nach den ersten Wechseln ließen die Busecker Herzbuben nicht nach, 10:20 die Führung in der 25. Minute. Dann allerdings gab es einen Bruch im Spiel, zur Pause lag Buseck zwar noch mit 8 Toren vorne (15:23), aber nach der Pause wurde das Spiel sehr fahrig und unkonzentriert, zudem wurde mit vielen überhasteten Abschlüssen aus dem Rückraum agiert. So kamen die Gastgeber bis zur 46. Minute auf 21:26 heran. Coach Thiele korrigierte mit gezielten Wechseln und es kam wieder mehr Ruhe in die Truppe, die mit einem 10:2-Lauf in der letzten Viertelstunde den Sieg sehr deutlich machte. Das 23:36 am Ende täuscht aber über den eigentlichen Spielverlauf hinweg, was Kaptän Fabian Weller mit der Frage "soll ich zu dem Gulasch einen Kommentar abgeben?" kommentierte. Negativpunkte waren sicherlich die vielen überhasteten Abschlüsse, von denen einige auch den Weg ins Tor fanden. Allerdings profitierten die Busecker hier von einem rabenschwarzen Tag des Marburger Keepers, der an einem normalen Tag sicherlich deutlich mehr Angriffe abgewehrt hätte. Die Lücken in der Defensive sollten in nächster Zeit auch zuverlässiger geschlossen werden. Und Tempogegenstöße sollten nur gefahren werden, wenn der Ball auch sicher beim Addressat ankommt.
Wenden wir uns aber den positiven Aspekten zu. Die HSG reiste mit 15 Spielern zum Spiel nach Marburg. Dabei fehlten noch 5-6 Spieler aus dem Kader aus Urlaubsgründen. Das bedeutet, dass der Zwoten ein breiter Kader zur Verfügung steht. Mit von der Partie war zudem der Neuzugang am Kreis Ole Amberg (vormals HSG Fernwald) und erfreulicherweise Linksaußen Fynn Richebächer, der nach 17monatiger Verletzungspause die Optionen auf den Außen erhöht. Bis zum Spanferkelturnier ist noch viel Arbeit, aber es bleibt ja auch noch einiges an Zeit für das Gespann Dennis Thiele/Phillip Weber, um an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
Für die HSG spielten: Justin Israel, Felix Stephan (Tor), Lius Janoth (1), Fynn Richebächer (1), Fabian Weller (1), Enrico de La Cruz (4), Kevin Hez (7), Christian Hez (3), Marius Schwalb, Raik Spies (9), Andre Döring, Ben Hahn (7), Ole Amberg, Dennis Gomes Marques (1/1), Marcel Lange (2)
