HSG Wettenberg - HSG Lumdatal 19:30 (8:17)

Jürgen Edelmann
5. September 2026
Till Daniels
Frauen-Oberliga: Lumdatal überzeugt im Finale und krönt sich zum Sieger der Frauen-Oberliga
Im Finale der Frauen-Oberliga beim 35. Spanferkelturnier standen sich die HSG Wettenberg und die HSG Lumdatal gegenüber. Vor stimmungsvoller Kulisse in der Willy-Czech-Halle entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase, ehe Lumdatal immer besser ins Spiel fand und sich bereits bis zur Pause einen komfortablen Vorsprung erarbeitete. Auch wenn Wettenberg nach dem Seitenwechsel noch einmal aufkam, ließ Lumdatal nichts mehr anbrennen und setzte sich am Ende souverän mit 30:19 durch.
Wettenberg erwischte den besseren Start und ging nach einem verwandelten Siebenmeter von Carla Maria Weise mit 1:0 in Führung. Lumdatal benötigte nur wenige Minuten, um die Partie zu drehen. Johanna Romann traf zweimal, Jette Arndt legte nach und Romann erhöhte anschließend auf 4:1. Wettenberg verkürzte durch Marie Schmelz und Carla Maria Weise noch einmal, doch Lumdatal blieb spielbestimmend.
Über eine konzentrierte Defensive und eine immer treffsicherer werdende Offensive setzte sich Lumdatal weiter ab. Leona Parma, Madeleine Müller und Sibell Menges sorgten dafür, dass der Vorsprung erstmals auf vier Tore anwuchs. Nach einer Auszeit der Wettenbergerinnen blieb Lumdatal konsequent und erhöhte durch Magdalena Reiß und Johanna Romann auf 9:4. Wettenberg versuchte dagegenzuhalten, doch Lumdatal fand immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde der Unterschied immer deutlicher. Noemi Schneider, Jette Arndt und Leona Parma trafen für Lumdatal, während Wettenberg vor allem durch Anna-Christin Schwab und Carla Maria Weise dagegenhielt. Lumdatal zog zwischenzeitlich auf 17:7 davon und nahm schließlich eine 17:8-Führung mit in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang Lumdatal zunächst der bessere Start. Magdalena Reiß erhöhte auf 18:8, ehe Wettenberg mit einer starken Phase antwortete. Anna-Christin Schwab übernahm Verantwortung und erzielte mehrere Treffer hintereinander. Gemeinsam mit Chiara Manfellotto-Aiello und Viktoria Kalisz verkürzte Wettenberg den Rückstand zwischenzeitlich auf 13:20.
Die Wettenberger Aufholjagd sorgte kurzzeitig wieder für Spannung. Schwab traf weiter zuverlässig, Carla Maria Weise verkürzte auf 17:22. Doch Lumdatal behielt die Ruhe und antwortete umgehend. Jette Arndt und Madeleine Müller bauten den Vorsprung wieder aus, bevor Arndt mit zwei weiteren Treffern hintereinander auf 26:17 erhöhte.
Damit war die Vorentscheidung gefallen. Lumdatal ließ auch in der Schlussphase nicht nach. Celina Rüspeler und Jette Arndt sorgten für weitere Treffer, während Noemi Schneider in der 59. Minute das 30:18 erzielte. Viktoria Kalisz gelang kurz vor dem Ende noch der letzte Wettenberger Treffer zum 19:30-Endstand.
Lumdatal zeigte über weite Strecken die konstantere Leistung und legte mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein für den Finalsieg. Jette Arndt war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der Siegerinnen. Bei Wettenberg ragten Anna-Christin Schwab und Carla Maria Weise mit jeweils sieben Toren heraus. Weise verwandelte zudem alle drei ihrer Siebenmeter.
HSG Wettenberg
Tor: Jacqueline Stöhr, Lena Reuschling
Anna-Christin Schwab (7), Carla Maria Weise (7/3), Viktoria Kalisz (2), Chiara Manfellotto-Aiello (1), Pauline Geißler (1), Marie Schmelz (1), Lenia Henke, Mia Müller, Emely Becker
HSG Lumdatal
Tor: Katharina Mank, Emma Charlotta Michel, Rebecca Lutz
Jette Arndt (6), Noemi Schneider (3), Madeleine Müller (3), Leona Parma (4), Celina Rüspeler (4), Johanna Romann (4), Magdalena Reiß (3), Sibell Menges (2), Madeleine Schneider (1), Lea Christina Bulling, Selina Käs
